Helmut

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Salon Zuckerkandl

Programme

SALON ZUCKERKANDL
(geschlossen 1938)
ein Schauspiel von Helmut Korherr

Regie: Kurt Ockermüller
Mitwirkende: Ulli Fessl, Kurt Hexmann, Roman Kollmer, Reinhard Steiner

Termine 2017: Beginn 19 Uhr 30

Mittwoch, den 19.April - Premiere
Donnerstag, den 20. April
Freitag, den 21. April
Mittwoch, den 26. April
Donnerstag, den 27.April
Freitag, den 28. April
Mittwoch, den 3. Mai
Donnerstag, den 4. Mai
Freitag, den 5. Mai

Ort: KIP, Theater im Souterrain des Cafe Prückel
1010 Wien, Biberstr. 2

Karten:  online: www.kip.co.at oder oeticket.com
Email: karten@kip.co.at
Tel. 01/512 5400

Zum Inhalt:
Berta Zuckerkandl wurde 1864 in Wien geboren,  1945 starb sie in Paris. Sie war Schriftstellerin und Journalistin; Tochter des Zeitungsmannes Moritz Szeps, Ehefrau des Anatoms und Univ. Prof. Emil Zuckerkandl, Schwägerin des französischen Politikers Paul Clemenceau.
Ihr Haus war Treffpunkt berühmter Persönlichkeiten aus Kunst und Kultur (Gustav Klimt, Gustav Mahler, Max Reinhardt, Arthur Schnitzler und andere).  
Die Zuckerkandl setzte sich für neue Kunstrichtungen („Secession“) ein und war „Herold“ der „Salzburger Festspiele“.  
Berta Zuckerkandl war aber beileibe nicht die unbedarfte, blauäugige Wiener Salonière, als die sie so manche sehen wollen. Sie hat sich z.B. für den jungen lettischen Juden Philipp Halsmann eingesetzt, der in Tirol 1928 zu Unrecht des Vatermordes angeklagt worden war. Er konnte nicht zuletzt durch die Initiative der Zuckerkandl die Freiheit erlangen.  
In einer Gesprächsrunde mit Jakob Wassermann, Arthur Schnitzler und Hugo von Hofmannsthal verurteilt sie zutiefst das unsinnige Blutvergießen anlässlich des begonnenen Ersten Weltkriegs.
Sie besucht den bereits schwer erkrankten Sigmund Freud und teilt seiner Freude über die Erlangung des "Goethe-Preises". Die Verleihung dieses Preises an Freud im Jahre 1930 war ein Schlag ins Gesicht der extremen Deutschnationalen.
Immer wieder warnt Berta Zuckerkandl vor den Nazis.
Sie regt sich bei einem Besuch der Pariser Weltausstellung 1937 furchtbar über den Pavillon Deutschlands auf. Dieses
sogenannte „Deutsche Haus“ erscheint ihr von einer bedrohlichen Monumentalität - besonders durch den gewaltigen bronzenen Reichsadler mit dem Hakenkreuz, der da hoch oben auf dem steinernen Turm thront und alles andere überragt. Gleichzeitig kritisiert sie den Österreich-Pavillon, der mit seinem Alpenpanorama an der Außenfront einzig für den Fremdenverkehr werben soll.
Als dann Österreich im März 1938 ins Deutsche Reich "heimkehrt" schließt Berta Zuckerkandl schweren Herzens ihren Salon und ergreift die Flucht.





 
 
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