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Helene Thimig vergöttert Max Reinhardt



Szenische Lesung des Theaterstückes von Helmut Korherr

Mitwirkende:
Claudia Androsch als Helene Thimig
Erika Deutinger als Fritzi Massary
Julia Resinger als Eva Herrmann


Sonntag, den 18. Februar 2018 um 11 Uhr
Haus Hofmannsthal
1030 Wien, Reisnerstr. 37
Kartenreservierung:
Tel.: 714 85 33
Fax: 714 85 33 9
E-Mail: office@haus-hofmannsthal.at


Sonntag, den 22. April 2018 um 11 Uhr
Club Rofrano
Bezirksmuseum Josefstadt
Schmidgasse
1080 Wien

Donnerstag, 7. Juni um 2018 um  19 Uhr
Fuhrmannhaus, 1140 Wien, Linzerstr. 404





 

                                                                                       Foto: Benjamin Epp
 


1944 bekommt Helene Thimig (Claudia Androsch) Besuch von der einstigen Operettendiva Fritzi Massary (Erika Deutinger) und der Malerin Eva Herrmann (Julia Resinger).
Fritzi Massary, einstmals von ihren Fans als "Kaiserin von Berlin" gefeiert, kann in Kalifornien nicht Fuß fassen - zum Teil wegen ihres fortgeschrittenen Alters, zum Teil wegen ihrer mangelnden Englisch-Kenntnisse.
Helene Thimig geht es etwas besser, sie hält sich mit kleinen Filmrollen über Wasser.
Eva Herrmann stammt aus reichem jüdischem Hause und kennt keine finanziellen Probleme. Sie hat sich vor kurzem von ihrem Geliebten Lion Feuchtwanger getrennt und enthüllt ungeniert intime Schlafzimmer-Details.
Helene Thimig will von Sexgeschichten nichts wissen - noch dazu, wo ihr Mann Max Reinhardt voriges Jahr verstorben ist. Er hatte seinen Lebenswillen verloren, weil er in Amerika nicht an seine europäischen Erfolge hat anschließen können. Die Thimig fängt nun an, Reinhardt völlig kritiklos zu vergöttern. Eva Herrmann entgegnet, dass er sein Scheitern selbst verschuldet hätte - durch aufwendige, viel zu kostspielige Inszenierungen. Fritzi Massary versucht, die Wogen des Streites zu glätten...

Über das kalifornische Exil:  Die Nazi-Diktatur hinterließ nicht nur millionenfach Tod und Vernichtung in halb Europa. Sie fügte auch sehr vielen Menschen, die durch Flucht gerade noch ihr Leben retten konnten, lebenslanges Leid zu. Darunter waren auch viele bekannte jüdische Künstlerinnen und Künstler, die nicht mehr an ihre Erfolge, die sie in der verlorenen Heimat gefeiert hatten, anknüpfen konnten. Viele litten unter dieser Entwurzelung derart  - dass sie trotz sicheren Exils - vorzeitig  starben oder sogar  freiwillig in den Tod gingen...

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